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Strausberg Gartenpark Mönchsgraben im Wechsel der Jahreszeiten -
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Gartenpark Moenchsgraben im Wechsel der Jahreszeiten

Der Garten präsentiert sich auf dem ersten Foto gewichtig als „Naturpark Mönchsgraben“. Ein offiziell geschützter Naturpark ist er in Wahrheit nicht, aber vielleicht verdient er den Namen dennoch. Zusammen mit dem sich ihm anschließenden „Biotop“ – auch diese Bezeichnung mag man zu anspruchsvoll nennen – umschließt beides etwa fünfzehntausend Quadratmeter an Grünfläche - dies bei guter, eher feuchter Bodenbeschaffenheit. Interessant ist zudem, dass sie quasi im Zentrum einer recht hübschen Kleinstadt (Strausberg) und nahe einem zauberhaften See liegt .

Nun, diese Grünfläche gab es schon vorher – dies freilich als das Nebeneinander von verschiedenen Hausgärten und zwei umfangreichen Gärtnereien. Infolge der sog. Wende waren die Hausgärten ebenso wie die Gärtnereien aufgegeben worden. Das bot die Chance, einen Teil der Fläche zu erwerben, zu einer Einheit zusammenzufügen (Garten plus Biotop) und über die Jahre garten-architektonisch neu zu gestalten. Das Resultat nennen wir heute den „Mönchsgraben“. „Mönchsgraben“ ist eigentlich nur der zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Name für den Graben, der das Gelände durchzieht.

Für das Gärtnern hatte ich schon immer eine Vorliebe. So hatte ich das Gestalten von Garten und Biotop mir zur Aufgabe gemacht. Während des Aufbaus war ich zugleich der Ober-, Haupt- und Hilfsgärtner des Mönchsgrabens. Heute gehen mir Leute zur Hand, übernehmen Teilaufgaben.

Mein Tun im Garten war keine planvolle Herangehensweise. Das heißt, einen vorweg erdachten Gesamtentwurf gab es nicht. Wie sollte es auch? Die „Besitznahme“ und Kultivierung erfolgte über einen Zeitraum von sieben Jahren, also in Schritten. Nacheinander fügte sich Flurstück an Flurstück, was in der Gesamtheit dann Garten und Biotop in den heutigen Grenzen ausmacht.

In Besitz genommen war das Gelände zuvor schon von verschiedenen (ausgewachsenen) Bäumen, (verwilderten) Sträuchern, (kümmernden) Stauden. Davon verdiente vieles, als etwas Gegebenes angenommen zu werden. Ich räumte also nicht ab, ich kultivierte sozusagen um das Alte herum. Gesägt, gefällt, gerodet habe ich kräftig – ein Nachbar nannte mich ergrimmt mal einen „Baummörder“ –, aber in seinen ehrwürdigeren Exemplaren blieb das von den Vorbesitzern Gepflanzte bewahrt, so etwa die Apfelbäume auf der sog. Apfelbaumwiese oder die Blaufichten und der Nussbaum im Zentrum des Gartens.

Ziel war von Beginn an der naturnahe Garten oder korrekter ausgedrückt, der sich im Arrangement naturnah darstellende Garten. Auf streng „natürliche“ Weise freilich hat da nur weniges einen Platz im Mönchsgraben gefunden. Ich habe endlos herbeigeschafft, gepflanzt, umgepflanzt, gerodet, gestutzt, ausgelichtet, neu angelegt (und einen harten Kampf gegen Girsch, Brennesel, Hopfen, u.ä. führen müssen).

Das Arrangement in der Bepflanzung (und die Art der Pflege) ist also nur eine Täuschung von Naturnähe. Das geübte Auge sieht durchaus die Gärtnerhand, aber diese drängt sich ihm nicht auf. Also, nur dem Anschein nach führt die Natur die Regie, nicht der Gärtner. Garten und Biotop, so gesehen das Ergebnis einer sich selbst verleugnenden Gärtnerhand.

Und es gelang wohl. Ein mir schmeichelndes Kompliment etwa war die kritisch gemeinte Anmerkung eines Besuchers: „Du machst es dir einfach. Du lässt alles so wachsen.“

Ausgewählt habe ich Fotos, die ich über den Wechsel der zwölf Monate in den Jahren 2009 und 2010 gemacht habe. Die Wiederholung bestimmter Aufnahme-Perspektiven ist absichtlich. Es ging mir auch darum, den Garten im Wandel seines jahreszeitlich bedingten Erscheinungsbildes zu zeigen.





Januar
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