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Vom Baby zum Knaben Ben alias Butzel alias Benek -
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Vom Baby zum Knaben Ben alias Butzel alias Benek

Fotos vom eigenen Kleinen, es gibt sie gewöhnlich, bedingt durch den Fortschritt in der Fototechnik, im Überfluss. Das gilt auch für Ben (zärtlich "Butzel" oder "Benek" genannt). Fotos aus der Kamera der Eltern und anderer ihm nahe stehenden Personen. Zu letzteren gehöre auch ich als der Großvater Bens.

Mit Ben als Foto-Thema verwandte ich freilich mehr Aufmerksamkeit als nur gelegentlich mal den Apparat hinhalten. Ich fotografierte mit Plan – dies in engen zeitlichen Abständen (in Monatsschritten) bei einem ständigen Wandel der Begleitumstände. Ziel war es, für die ersten vier Lebensjahre Bens im Detail seine Entwicklungsschritte vom Baby zum Knaben zu dokumentieren.

Die Fotos zeigen, wie Ausdruck in Gesicht, in die Hände Bens kommt, wie er Fertigkeiten erwirbt, wie Interessen sich ausbilden, wie der Radius des Handelns sich weitet. Das Augenmerk lag nicht darauf, hübsche, lustige Fotos fürs Fotoalbum oder Facebook zu machen. Okay, dafür eigenen sie sich sicher auch. Nein, mein Interesse war es, über die Fotos in zeitlicher Abfolge das allmähliche Werden von einem quasi eigenschaftslosen Wesen zu einem in vielen schon fertigen Menschen aufzuzeigen.

Ben ist körperlich gesund, hat einen wachen Kopf. Es gibt keine Behinderungen, die ihm dieses oder jenes verschließen. Ebenso lassen sich keine frühkindlichen negativen Erlebnisse nennen, die als Trauma fortwirken. Er wächst behütet in einen räumlich offenen Rahmen (Dorf/Kleinstadt) auf, wird in einem eher kinderarmen Umgebung von jedermann/frau geliebt. Der Erziehungsstil der Eltern und Großeltern ist ein eher permissiver.

Kurzum, Bens Entwicklung ist eine normale, an seiner Person, an seinem Verhalten zeigt sich nichts Auffälliges, nichts Deformiertes.
Mein Interesse galt eher dem Allgemeinen in der Entwicklung Bens, also dem, was sich von Kind zu Kind im Werden und Wachsens wiederholt – dies wohlbemerkt mit Ben als Kind in unserer Zeit, eine Zeit die nach wie vor die geschlechtsspezifische Ausdifferenzierung nach Jungen und Mädchen kennt, sie als naturgemäß wertet.

Ja, die Trennlinie „Jungen – Mädchen“, sie lebt auch in unserer Gesellschaft fort. Mag sein, dass sie genetisch festgelegt ist, hinzukommt aber, dass man nach dem Scheitern von „Achtundsechzig“ von den Bemühungen abgelassen hat, geschlechtsneutral zu erziehen, sprich die Trennlinie zu verwischen.

Wir indessen, die Eltern/Großeltern von Ben, hätten die Trennlinie gern geleugnet, unser Ehrgeiz war nicht, aus Ben einen „richtigen Jungen“ zu machen. Es lief aber anders. Etwa zum Auto (als Fetisch) fand Ben von sich aus. Bens zeitweilige Begeisterung für schweres Baustellen-Arbeitsgerät (Bagger, Kran, Walze), für die Feuerwehr u.ä. schien aus seinem tiefsten Inneren zu kommen.

Kleidung, Farben usw. interessieren Ben bis heute nicht, ausgenommen seine Feuerwehruniform, der Bauarbeiterhelm, die Warnweste. Kuscheltiere in seiner Nähe gibt es nur deshalb, weil das von den Erzieherinnen in der Kita für den Mittagsschlaf gefordert ist. Gegenüber Bärchen, Häschen, Hündchen wertet Ben sein jeweiliges Lieblingsauto als eher kuscheliger.

Sind es also doch die Gene? Das verkennt aber, dass auf die Sozialisation eines Kleinkinds mehr einwirkt als der Erziehungsstil von Eltern/Großeltern. Ein kniffliges Thema! Hier aber interessiert nur das Ergebnis: Ben, ein typischer Junge, darin sind sich alle Personen um Bern herum einig.

Klar, es gibt auch „Untypisches“ an Ben. Wer ihn näher kennt, weiß die eine oder andere Sonderheit zu nennen – solche, die ihn unverwechselbar als Ben und niemand anderen zu erkennen geben.

Auffällig nebenher die Vielfalt an Kopfbedeckungen, mit denen sich Ben auf den Fotos zeigt. Wenn, dann ist das mehr eine Sonderheit der Mama. Den Kopf Bens gegen Sonne, gegen Kälte zu schützen, ist dieser ein wichtiges Anliegen. Und geht’s nach Draußen, greift die Mama zu dem, was gerade als Kopfbedeckung zur Hand ist. Ben selbst fragt nur nach Helmen, etwa dem Feuerwehr-, dem Bauarbeiter-, den Motorradhelm.




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